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Stadtrundgang durch Friedrichstadt

Klein und überschaubar, aber nicht zu übersehen - das ist Friedrichstadt. Die Stadt wurde 1621 unter Herzog Friedrich III. von Schleswig-Gottorf durch vertriebene Remonstranten gegründet. Der Name der Stadt bewahrt die Erinnerung an ihren fürstlichen Erbauer.

Die Stadt beweist alte Gebäude erhalten zu können, so daß sie sich harmonisch in das alte, gewachsene Stadtbild einfügen. Ein Rundgang durch Friedrichstadt wird Ihnen das bestätigen:

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Der Rundgang durch Friedrichstadt sollte am Markt beginnen


Der Marktplatz bildet das Zentrum des kleinen
»Holländerstädtchens«.

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Hier finden Sie das Rathaus, die Treppengiebelhäuser, die Steinbrücke und vor den Linden des »Grünen Marktes« die Marktpumpe mit dem gotikähnlichen Brunnenhäuschen. Es wurde 1879 von dem Architekten Heinrich Rohardt errichtet und der Stadt zum Geschenk gemacht. Auf der Stirnseite des Brunnenhäuschens befinden sich 4 Versinschriften, die von Klaus Groth in plattdeutscher Sprache speziell über das Wasser gedichtet wurden. An zwei Seiten des Grünen Marktes, auf dem im Frühling die Krokusse und Märzbecher in großer Anzahl blühen, sieht man noch die dicken, geländerartigen Eisenstangen, an denen einst während der Pferde- und Viehmärkte die Tiere festgebunden wurden.

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Giebelhäuser am Markt

Die Westseite des Marktes bildet mit 9 Treppengiebelhäusern (Nummer 16-24) eine einzige, im wesentlichen geschlossene Front holländischer
Kaufmannshäuser aus der Gründungszeit. Diese Häuserzeile ist ein charaktervolles Beispiel stadtbildprägender Baukunst. Herausstechend sind die in den Giebeln angebrachten Hausmarken: Seerose, Adler, Sternenhimmel, Mühle usw. Diese Hausmarken findet man im gesamten Altstadtkern an verschiedenen Häusern wieder.

Über die Steinbrücke des Mittelburggrabens gelangt man zum Neberhaus (Am Mittelburgwall Nr. 24). Das Gebäude mit der wohl wertvollsten Innenarchitektur galt als Musterbeispiel der holländischen Wohnkultur (gebaut zwischen 1621 und 1630). Besonderes Kennzeichen ist die typisch vorgeneigte Fassade. Als Baumaterial verwendete man holländische Moppen, kleine rote Backsteine. Der prachtvollste Raum ist die Regentenkammer, oder das Friedrichstädter Zimmer. Über die Hälfte der alten Vertäfelung wurde in das Flensburger Museum gebracht und dort wieder aufgebaut. Heute sind noch 2/5 der Vertäfelung im Regentenzimmer des Neberhauses erhalten. Im Obergeschoß befindet sich der Bovenzaal, d. h. Oberer Saal, mit einem Alkoven (Wandbett). Hier wohnte für einige Monate, während der französischen Revolution 1789, der Herzog von Orleans. Er lebte hier als Emigrant unter dem Decknamen De Vries und bestieg 1830 als Bürgerkönig Louis Philippe den französischen Thron. Er betätigte sich hier als Hauslehrer.

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"Lüttche Brüch"

Vom Mittelburgwall gelangt man über die "Lütje Brüch" zum 1622 erbauten Grafenhaus. Im April 1945 erlitt das Haus einen Bombenschaden. Der Nordgiebel des Hauses wurde 1961 restauriert. Es ist ein langgestrecktes Traufenhaus mit hohem Unter- und niedrigem Obergeschoß von neun Achsen. Durch seine Ecklage und Baugestalt trägt es wesentlich zur Veranschaulichung des ursprünglichen Stadtbildes bei.

Geradeaus weiter schließt sich die Lohgerberstraße an. Diese Straße wurde 1985 nach dem Vorbild des Alten Friedrichstadt neu gestaltet. Sauber verlegtes Kopfsteinpflaster, die alten Friedrichstädter Laternen und die hübschen, rot verklinkerten Gehsteige lassen die Vergangenheit wieder erwachen.

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